Wissenswert:

01.07.2018
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01.07.2018
» Info 07/2018

Förderkennzeichen:
A 313 15
Flexibilisierung des REA-Betriebs durch kontinuierliche Sulfit-Messung und deren Integration in die Prozessführung - KonSul
Universität Stuttgart - IFK

Laufzeit

01.10.2015 - 31.10.2018

Im Rahmen der Energiewende gewinnt die Flexibilisierung des Betriebs konventioneller Kraftwerke zunehmend an Bedeutung. Flexibilität und Effizient des Gesamtprozesses hängen dabei von Flexibilität und Effizienz sämtlicher Teilprozesse ab.

Vor diesem Hintergrund wird in diesem Forschungsvorhaben die Rauchgasentschwefelungsanlage (REA) adressiert. Dabei werden die Aspekte Abscheidung von Schadstoffen, Qualität der Kraftwerksnebenprodukte (Gips) und Energieeigenbedarf der REA für eine flexible Kraftwerksfahrweise optimiert.

Die REA ist von besonderer Bedeutung, da aus Preisgründen zunehmend Kohlen mit hohem Schwefelgehalt zum Einsatz kommen. Aufgrund der steigenden Zahl an Lastwechseln und damit variierenden Rauchgasströmen gewinnt das Teillastverhalten der REA abseits des Nennbetriebs an Bedeutung, zumal aktuell strengere Grenzwerte für gasförmige Eimissionen fossil befeuerter Großanlagen auf europäischer Ebene diskutiert werden. Neben der Abscheidung von Schwefeldioxid (SO2) spielt dabei auch die Co-Abscheidung von Quecksilberverbindungen eine wichtige Rolle.

Um einen effizienten REA-Betrieb mit geringem Energiebedarf bei gleichzeitigem Einhalten der Schadstoffgrenzwerte und guter Gipsqualität zu gewährleisten, müssen die Betriebsparameter der REA, wie z. B. die Sumpfbelüftung oder die Lösungsmittelumlaufmenge den jeweiligen Lastbedingungen angepasst werden. Um dies realisieren zu können muss die Prozessführung verbessert werden. Dies geschieht auf leittechnischer Ebene durch Modernisierung und Erweiterung des Regelkonzeptes. Dabei soll die Sulfitkonzentration im Sumpf der REA als neue Messgröße berücksichtigt und dazu kontinuierlich messtechnisch erfasst werden. Hierfür kommt ein am Institut entwickeltes Messgerät zum Einsatz, da für diese Anwendung derzeit am Markt kein solches Analysegerät erhältlich ist.

Mit der Verbesserung der REA-Prozessführung ergänzt dieses Forschungsvorhaben auf ideale Weise die notwendigen Flexibilisierungsbemühungen, die derzeit die Forschung im Kraftwerksbereich bestimmen.